hintergrund
King Klub

Im Mutterland der Kingtauben

Was auf der Hauptsonderschau im November in Lichtenfels aus Züchtergesprächen geboren wurde, wurde am ersten Januarwochenende in die Tat umgesetzt. Meine Zuchtfreunde Wilfried Brinkmann, Günther Djermester, Hermann Pessel und ich machten uns auf den Weg in die USA nach San Diego zur NPA Grand National Pigeon Show. Außer ich, waren alle beteiligten bereits zum wiederholten Male in der USA. Nach einem anstrengenden 13 Stunden Flug nach Los Angeles und einer 2-stündigen Autofahrt am Folgetag, navigiert durch unseren amerikanischen Zuchtfreund Jack Fix, kamen wir auf der Veranstaltung an. Besonders Jack wurde von allen sehr herzlich begrüßt, weil dieser trotz aufgegebener Zucht und im hohen Alter immer noch Kontakt zu seinen alten King- und Show-Racer-Freunden hält, und mit uns den Weg nach San Diego gefunden hat. Wenn man eine solche Veranstaltung zum ersten Mal besucht, ist man über die Durchführung sehr erstaunt und teilweise verwundert. Dennoch muss ich sagen, auch hier konnten wir viel lernen und über unsere King-Freunde weitere Kontakte zu anderen Rassen und deren Züchter herstellen. Nicht nur King-Tauben zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Auch Show-Racer, Modena, Indische Pfautauben und andere zogen uns in ihren Bann. Jeder Club präsentierte sich anders und hatte eigene Ideen. Dennoch legten wir unser Hauptaugenmerk auf die King-Tauben. Zwei Tage auf der Schau sollten uns zeigen, dass wir in Europa den richtigen Weg mit unserem EE-Standard eingeschlagen haben. Nachdem wir unsere neue Mitgliederliste an den Mann gebrachten hatten, und diese ja reichlich mit Bildmaterial unserer Mitglieder verziert ist, konnte man so manchem USA-Züchter ( Breeder ) ein staunen entlocken und einige ließen sich sogar zu Aussagen wie „ wenn die Europäer hier ausstellen würden, hätte auch diese hier ein sehr große Chance“ hinreißen. Anstrengenden Schautagen folgten Züchterbesuche in der Nähe um Los Angeles. Auch hier wurden wir herzlich von den Zuchtfreunden Ron Zottneck, Bill Harrison und Dennis Rogers empfangen. Trotz unterschiedlicher Grundstücksgrößen und klimatischen Bedingungen war bei allen dreien schnell zu erkennen, dass sich die Zucht bereits in ihren Startlöschern befand. Züchterisch spielt sich in Amerika viel in sehr großzügigen Einzelzuchtboxen ab. Der Besuch bei den Züchtern rundete unsere Eindrücke der NPA Grand National Show ab. Gefragt sind Tiere mit absolutem Typpotential, enormer Körpertiefe, brillanter Körperverjüngung mit einem stabilen breiten Stand. Eigentlich alles das, was auch wir in Europa wollen und unser Züchterherz höher schlagen lässt. Letztendlich möchten wir euch einige Bilder zeigen, die unser Abenteuer Amerika dokumentieren. Unser besonderer Dank gilt den Zuchtfreunden Jack Fix, der an allen 8 Tagen unseres Aufenthaltes ein ständiger Begleiter und Wegweiser war, und sogar am letzten Tag mit uns den Weg nach Hollywood suchte, sowie Bill Harrison, der uns in vielen behördlichen Abwicklungen unterstützte. Der Trip war anstrengend, aber auch gleichzeitig sehr informativ mit viel Pflege alter Freundschaften, und allein aus diesem Grund, wäre eine weitere Reise ins Mutterland der King lohnenswert.

gez. Andreas Gehrmann

 

USA_2011_klein USA_2011_1_klein USA_2011_2_klein
USA_2011_3_klein
USA_2011_4_klein USA_2011_5_klein
USA_2011_6_klein USA_2011_8_klein
USA_2011_7_klein
USA_2011_9_klein USA_2011_10_klein
USA_2011_11_klein